Donnerstag, 22. April 04

BDI-Pr�sident Rogowski warnt vor ruin�sem Wettbewerb der Messen

Hannover - Vor einer Zersplitterung der deutschen Messelandschaft hat BDI-Pr�sident Michael Rogowski bei einem Besuch auf der Hannover Messe gewarnt. “Wir haben eine Inflation von Messen. Der Wettbewerb darf aber nicht ruin�s werden”, sagt Rogowski.

So sei dem Messeplatz Deutschland nicht gedient, wenn sich Messen gegenseitig die Teilnehmer abjagen. Damit spielt der BDI-Pr�sident auf den Weggang der Robotik und von Teilen der Automation von der Hannover Messe zur Automatica in M�nchen an. “Das Instrument Messe leidet darunter, dass immer mehr kleine Nischenmessen in die Welt gesetzt werden”, sagt Sepp Heckmann, Vorstandschef der Deutschen Messe AG. Dieser Entwicklung k�nnten Industrie und Verb�nde aber selbst entgegenwirken. Derweil kritisiert Industrievertreter Rogowski nicht nur die inhaltliche Zersplitterung, sondern auch die r�umliche. Bestes Beispiel sei der geplante Gel�ndeneubau in Stuttgart. “Das Messegel�nde k�nnte mit wesentlich geringeren Mitteln als einem Neubau so gestaltet werden, dass es den Bed�rfnissen gen�gt.” Er sieht den Zeitpunkt gekommen, an dem nicht mehr Messen, sondern neue Konzepte gebraucht werden.

 

Eines dieser Konzepte ist f�r Rogowski die Privatisierung von Messegesellschaften. Derzeit sind die deutschen Messen zwar privatwirtschaftlich organisiert, befinden sich aber �berwiegend im Besitz von L�ndern und Kommunen. “Wenn das am Schluss �berall Zuschussbetriebe mit Verlusten werden, dann haben wir ein Problem”, sagt Rogowski. Fraglich findet er allerdings, ob die Messen zun�chst ohne staatliche Hilfen auskommen.

 

Michael von Zitzewitz, Chef der Messe Frankfurt, sagt nein. “Privatisierung bedeutet Kapitalmarktf�higkeit. Und die erreicht derzeit keine Messe in Deutschland”, sagt er der WELT. Langfristig aber h�lt er Privatisierungen f�r unumg�nglich. cadi

 

 

Von: Die Welt

 

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