Sonntag, 25. Februar 07

Aktion: Unterschriftensammlung gegen 2. Startbahn

Der Geschäftsführer des Flughafen Stuttgart, Georg Fundel, wird nicht müde, eine zweite Startbahn als unumgänglich zu bezeichnen. Auf der Veranstaltung der Stadt Leinfelden-Echterdingen am 14. Februar 2007 in der Filderhalle sprach Fundel sogar von einer 50prozentigen Steigerung der Fluggastzahlen, die er sich durch eine zweite Startbahn erhofft. Die Machbarkeitsstudie des Flughafens zur 2. Startbahn ist für den Sommmer/Frühherbst angekündigt. Ministerpräsident Oettinger will die Flughafenthematik bis Ende des Jahres vom Tisch haben, d.h. er will noch in diesem Jahr den Landtag eine Entscheidung “Ja oder Nein zur 2. Startbahn” fällen lassen. Für die Schutzgemeinschaft Filder e.V. und viele Initiativen und Vereine, die sich im Aktionsbündnis am 31. Januar 2007 trafen, ist eines sicher: Eine 2. Startbahn wäre für die Bevölkerung rund um den Flughafen und in den Einflugschneisen eine Katastrophe. Um den Widerstand in der Bevölkerung zu demonstrieren wurde eine Unterschriftenaktion gegen die Flughafenpläne beschlossen, die mindestens bis Herbst laufen soll. Im Anschluss lesen Sie den Text der Unterschriftenliste, die Sie downloaden und ausdrucken können. Helfen Sie mit, die Liste zu verteilen und Unterschriften zu sammeln! Text der Unterschriftenliste:
“Im vergangenen Jahr hat der Flughafen Stuttgart mit 10 Millionen Fluggästen eine Schallgrenze erreicht, die nicht allein die direkten Anrainer enorm belastet, sondern die Bürgerinnen und Bürger in großen Teilen des Großraums Stuttgarts. Die Zahl der Flugbewegungen hat sich von 1989 mit 88.000 Flugbewegungen auf 163.000 Flugbewegungen im Jahr 2006 fast verdoppelt. Das Ziel des Stuttgarter Flughafens, jetzt auch noch eine zweite Startbahn für Charterflüge, Winterdrehkreuz und Billigflug durchzusetzen, steht den Interessen der Bevölkerung von Plochingen im Neckartal bis Holzgerlingen im Schönbuch entgegen.Mindestens an Messeeröffnungstagen wird auch der Straßenverkehr zusammenbrechen, weil sich Flughafen- und Messeverkehr gegenseitig zum Erliegen bringen. Eine zweite Startbahn und die dafür notwendige Westerweiterung bis zum Ortsrand Echterdingens würde letztendlich auch eine Verdoppelung der heutigen Fluggastzahlen auf über 20 Millionen bedeuten. Mit einer enormen Steigerung der Lärmereignisse ist zu rechnen.

Gleichzeitig würden weitere fruchtbare Filderfelder endgültig verschwinden und die gesundheitsgefährdende Luftverschmutzung zunehmen. Angesichts der jüngsten Klimauntersuchung der Vereinten Nationen ist ein Umdenken angesagt. Im Verkehrsbereich zählt das Fliegen zu den größten Klimakillern. Noch mehr Flüge verkraften weder die Menschen noch die empfindliche Lufthülle der Erde.

Deshalb fordern wir:

- Keine 2. Startbahn am Stuttgarter Flughafen.

- Keine Westerweiterung des Flughafens für Flugzeugabstellplätze

- Ein striktes Nachtflugverbot

- Keine Zunahme der Einzelschall-Ereignisse

- Flugverkehr und Lärm eindämmen – für unsere Gesundheit und die unserer Kinder!”

Von: Gabi Visintin

 

50 Jahre und kein bisschen leiser!