Beste Böden Bewahren – wir leben davon

Im Filderstädter Gemeinerat haben sich diejenigen durchgesetzt, die beste Böden auf den Fildern nicht zubauen lassen wollen. 46 Hektar beste Böden wurden in der vergangenen Woche aus dem Flächennutzungsplan gestrichen. Das ist ein sehr gutes Signal! Dass sich jetzt Stimmen erheben, dass nun die Jungen aus der Stadt verdrängt würden, ist kaum nachvollziehbar. Im Lauf der Jahre machen schließlich die Alten den Jungen Platz. Aber noch mehr wiegt: Zerstörte und zugebaute Böden sind für immer der Erzeugung von Nahrungsmitteln entzogen. Deshalb ist es sehr kurz gesprungen, lieber ein Haus auf besten Boden zu bauen als Gemüse und Getreide darauf anzubauen. In ihrem Flyer schreibt die SG Filder: Brot, Gemüse, Salat wachsen nicht im Supermarkt. Genauso wenig Milch oder Käse. Das weiß jedes Kind. Aber wissen wir wirklich, wie es um die Erde und die Menschheit bestellt ist?  Wir Menschen nutzen derzeit die Natur ca.1,7-mal schneller als sich die Ökosysteme regenerieren können. In Baden-Württemberg werden immer noch rund 6 Hektar Land pro Tag zubetoniert. Heute sind Ideen gefragt, wie man ohne Zerstörung wertvoller Böden, Wohnraum schaffen kann. Bitte unterschreiben Sie unsere Unterschriftenliste zur Bewahrung der Böden mit der Vorrangstufe I. Unser Plan ist es, in einer ersten Etappe bis Ende des Jahres so viel wie möglich an Unterschriften zusammenzubringen, um sie z.B. dem Land, dem KAF (Kommunalen Arbeitskreis Filder) bzw. allen Städten und Gemeinden, die gerade neue Flächennutzungspläne beschließen wollen, zu überreichen. Laden Sie sich einfach die Unterschriften-Listen von unserer Website www.schutzgemeinschaft-filder.deund sammeln sie in Ihrem Kreis Unterschriften.

Von: Gabi Visintin

 

50 Jahre und kein bisschen leiser!