Mittwoch, 15. Juni 05

Schutzgemeinschaft Filder gei�elt verfehlte Messe-Strukturpolitik des Landes

�Grundsteinlegung f�r ein Steuer-Milliarden-Grab�

 

15.6.2005: Anl�sslich der Grundsteinlegung der neuen Messe auf den Fildern und der Nachricht, dass Sinsheim als Messestadt ausgedient hat, zeigt die SG Filder auf den wunden Punkt der CDU/FDP-Landesregierung, die es zul�sst, dass der eine Messeplatz den anderen kaputtmacht. Damit manifestiert sich laut SG Filder, die v�llig verfehlten Messestrukturpolitik der Landesregierung, die sich auf Kosten der Steuerzahler und der anderen baden-w�rttembergischen Messest�dte auf den Fildern ein Denkmal des Gr��enwahns setzt.

 

Von Anfang an, so die SG Filder, muss den Politikern klar gewesen sein: Im bundesweit ausgereizten Messemarkt kann eine neue Messe nur auf Kosten anderer �berleben. Mit der Abwerbung der Sinsheimer Messen wird jetzt im Kraichgau eine Messew�ste hinterlassen, wohingegen sich die Stuttgarter �ber den gelungenen Coup ins F�ustchen lachen. Doch damit hat sich der Stuttgarter Messechef Kromer indirekt selbst ein Armutszeugnis ausgestellt, so Steffen Siegel, Vorsitzender der SG Filder: �Die Stuttgarter Messe versucht hier nur ihre Konzeptionslosigkeit in der Messefrage zu verdecken.�

 

�Man ruiniert, was man zuvor unterst�tzt hat�, kommentiert Steffen Siegel die Abwerbung der Sinsheimer Messen durch die �Landesmesse�. Wie die Messen in Friedrichshafen, Karlsruhe und Freiburg hatte in den vergangenen Jahren auch der private Messeveranstalter Paul Eberhard Schall vom Land Subventionen f�r Messebauten erhalten. Mit der Konstruktion einer Landesmesse, die die CDU/FDP-Landesregierung per Sondergesetz durchdr�ckte, wurden diese Landeszusch�sse jedoch zur absurden Wohlt�tigkeitsgeb�rde, deren Wirkung bald verpuffen musste. Schlie�lich zeichnete sich bereits vor Jahren ab, dass mit einer gro�en Messe in Stuttgart, den kleineren Messen im Land das Wasser abgegraben w�rde. �Die Landeshauptstadt frisst ihre Kinder�, �berschreibt die SG Filder diese verfehlte Messestrukturpolitik des Landes. Die mit gro�em Brimborium begangenen Grundsteinlegung bewertet Siegel denn auch treffend als �Grundsteinlegung f�r ein Steuer-Milliarden-Grab�. Siegel: �Dieser Messebau wird zum Mahnmal f�r b�rgerfeindliche Landespolitik!�

 

Zwar m�sse der private Sinsheimer Messeveranstalter die 2,2 Millionen Landeszusch�sse jetzt wahrscheinlich wieder an das Land zur�ckzahlen, so die SG Filder. Doch das wird Schall nach Meinung der Fildersch�tzer und vieler politischer Beobachter nicht schwerfallen. Es wird davon ausgegangen, dass die �Landesmesse� Stuttgart dem Sinsheimer Messeveranstalter Dumping-Preise geboten hat. Damit muss der Steuerzahler zweimal zahlen, so die SG Filder: Er bezahlt die Kosten f�r die Landesmesse von 806 Mio. Euro � bei denen es nicht bleiben wird � und er subventioniert jetzt auch noch indirekt den Messeveranstalter Schall, damit dieser seine Subventionen wieder zur�ckzahlen kann �Im Grunde zahlen wir B�rger sogar dreimal�, rechnet Siegel vor, �schlie�lich sind vor einigen Jahren in die Killesbergmesse und die neue Zubringer-Stra�enbahn ebenfalls viele Steuergelder geflossen.�

 

 

Von: Steffen Siegel

 

50 Jahre und kein bisschen leiser!