Freitag, 22. Juli 05

Fotowettbewerb zur Zerstörung der Filder

Presseerklärung der Schutzgemeinschaft Filder am 22.7.05:

 

Foto- und Videowettbewerb "Filder in Not"
Vor unseren Augen: Zerstörung einer Landschaft
Mit dem Aktionstag am 10. Juli startete auch der Foto- und Videowettbewerb der SG Filder. Dabei fordert die SG Filder Fotografen und Filmemacher auf, die Zerstörung der Landschaft zu dokumentieren, die der Messeneubau, Flughafenerweiterungen und andere Eingriffe auf den Fildern verursacht haben und mit sich bringen.

 

Die SG Filder verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass die Filder schon wieder im Fadenkreuz der Planer stehen: Der Stuttgarter Standort-Dialog, der am 21. Juli im Atrium des Flughafens mit 90 Fachleuten aus Politik , Verwaltung- Bank und Immobilienwirtschaft stattfand, und die Filder im Sog der Messe zur Bau-Boom-Zone erklärte, lässt schlimmste Befürchtungen wach werden. Laut Gabi Visintin, Öffentlichkeitsreferentin der Schutzgemeinschaft Filder, fordern solche Pläne alle Filderfreundinnen und -freunde auf, nicht müde zu werden, die "restlichen Filder” zu verteidigen. Das Vorstandsmitglied der SG Filder kritisiert die Aussage OB Wolfgang Schusters heftig, der auf der Tagung lapidar feststellte, den Bürgern (auf den Fildern) müsse klar sein, dass die Messeansiedlung weitere Bebauung nach sich ziehe. "So wie die Stuttgarter Messegesellschaft in fremden Messestädten wie Sinsheim wildert, plant jetzt der Oberbürgermeister Stuttgarts schon wieder auf fremder Gemarkung und schiebt die Interessen der Filderbevölkerung an einer lebenswerten Umwelt einfach beiseite”, kritisiert Visintin. Für die Schutzgmeinschaft ist es aber wichtig, dass die Filder jetzt endlich in Ruhe gelassen werden und die Landwirtschaft Vorfahrt vor allen weiteren Bebauungsplänen erhält. Visintin: "Solche Hoffnungen wurden schließlich den vom Messebau betroffenen Landwirten in Echterdingen und Plieningen im vergangenen Jahr bei den Land-Verhandlungen gemacht,” betont Visintin.

 

In ihrem Flyer zum Fotowettbewerb, der nach den Sommerferien an Schulen, Fotoläden, Erwachsenenbildungseinrichtungen etc. verschickt wird, schreibt die SG Filder:

 

"Diese Zerstörung (der Filder) passiert von heute auf morgen - manchmal nachts, oft vor unseren Augen, aber auch über Jahre. Die Fotodokumente sollen aber auch zeigen, was heute an Landschaft noch da ist und Schutz verdient, was gefährdet ist oder dokumentieren, wie es früher aussah. Die Bilder und Filme werden in regelmäßigen Abständen der Öffentlichkeit präsentiert, zum ersten Mal im Herbst 2005.

 

Der Jury gehören Experten für Bild und Kunst an: Dieter Brucklacher, Dietmar Henneka, Volger Kucher, Fridhelm Volk, Albrecht Weckmann, Steffen Siegel.

 

Formate:

 

Arbeiten auf Papier: Die Fotos sollen im ausstellungsfähigen Format von mindestens 24×30 cm bzw. in DIN A 4 eingeliefert werden. Aus dokumentarischen Gründen sollen die Aufnahmen datiert und mit möglichst genauen Ortsangaben versehen werden. Filmarbeiten: (Video- ) Sequenzen und Zusammenschnitte bis maximal 3 Minuten auf DVD.

 

Teilnehmende: An der Ausschreibung kann jede/r teilnehmen. Pro Person können bis zu 3 Arbeiten pro Abgabetermin eingereicht werden. Die Teilnehmenden erklären sich ausdrücklich bereit, dass ihre Bilder und Filme unter Mitwirkung der SG Filder öffentlich präsentiert werden.

 

Die erste Bildauswahl findet im Herbst diesen Jahres statt. Abgabetermine dafür ist der 15. November 2005; (2. Bildauswahl 15. Juli 2006, 3. Bildauswahl 30. April 2007.)

 

Für die drei besten Arbeiten werden neben attraktiven Sachpreisen (für die über den Sommer noch Sponsoren gewonnen werden), der goldene, der silberne und der bronzene Igel der Schutzgemeinschaft Filder verliehen. Für Kinder, Jugendliche und Schulklassen gibt es den Igel Tommy und einen Beitrag für die Klassenfahrt.

 

Arbeiten bitte an Rolf Keck-Michaeli, In den Kirchhofländern, 72649 Wolfschlugen einsenden. Aktuelle begleitende Infos gibt es unter www.schutzgemeinschaft-filder.de (Diese Meldung wird ab Freitagabend 22.7.05 auf die Webseite eingestellt.)

Von: Rolf Keck-Michaeli, Gabi Visintin

 

50 Jahre und kein bisschen leiser!