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Mittwoch, 16. Juni 04

Die Welt: ‘Immer mehr Messen im Minus’


Quellennachweis: Die Welt, vom 26. Mai 2004

 

Bessere Dienstleistungen und das Auslandsgesch�ft sollen f�r Ausgleich sorgen.
Berlin -  Messen sind f�r deutsche Unternehmen und Besucher immer weniger attraktiv. Die H�lfte aller Messe-Veranstaltungen hat 2003 Verluste eingefahren. Und im vergangenen Jahr sind mit rund 77 000 deutschen Ausstellern sechs Prozent weniger als im voran gegangenen Jahr zu den Messepl�tzen in Deutschland gekommen.

Das teilte der Ausstellungs- und Messeausschuss der deutschen Wirtschaft (AUMA) am Dienstag in Berlin mit.

 

Lediglich die Zahl der ausl�ndischen Aussteller nahm um 1,8 Prozent auf rund 84 000 zu. Gleichzeitig sank die Anzahl der Besucher um vier Prozent auf 9,5 Millionen. F�r das laufende Jahr erwarten die deutschen Messeveranstalter wieder bessere Gesch�fte.

 

“Die schlechte Konjunktur hat in den Bilanzen der Veranstalter ihre Spuren hinterlassen”, sagte Hermann Kresse, Gesch�ftsf�hrender Vorstand des Verbandes. Die vermietete Fl�che auf internationalen Messen ging �berproportional um 6,5 Prozent auf insgesamt 6,12 Mio. Quadratmeter zur�ck. Der Umsatz der der deutschen Messeveranstalter blieb dabei mit 2,3 Mrd. Euro stabil.

 

Verst�rktes Kostenbewusstsein und ein steigendes Angebot an Fachmessen sind nach Ansicht von Kresse die Gr�nde f�r den Ergebnisr�ckgang im abgelaufenen Gesch�ftsjahr. Angesichts der labilen Wirtschaftslage und der wachsenden Konkurrenz zwischen den Marketinginstrumenten seien die Aussteller bei Investitionen in Messeauftritte vorsichtiger geworden. Die Messe habe ihren einstigen Stellenwert als bestes Mittel zu Kundenakquise und Marketing verloren. Aussteller pr�fen deshalb Kresse zufolge das Kosten-Nutzen-Verh�ltnis genauer als sie es in den vorangegangenen Jahren getan hatten.

 

Um f�r die Zukunft wieder mehr Aussteller gewinnen zu k�nnen, wollen die Veranstalter ihre Angebotspalette um Dienstleistungen rund um den Messeauftritt erweitern. Dazu geh�rt die �bernahme von Marketingdiensten f�r Ausstellerfirmen, Presse- und �ffentlichkeitsarbeit, Internetpr�sentationen bis hin zu Hotel-Buchungen. Die Messeveranstalter erhoffen sich von dieser Strategie ein ausgeglichenes Ergebnis f�r das laufende Gesch�ftsjahr. “Nach dem gut verlaufenen ersten Halbjahr, hoffen wir f�r 2004 auf eine schwarze Null bei Besucher- und Ausstellerzahlen”, sagte Kresse.

 

Ein weiterer Grund f�r die bessere Gesch�ftslage 2004 ist das st�rkere Auslandsgesch�ft der deutschen Veranstalter. Insbesondere China und die neuen EU-Mitgliedstaaten aus Osteuropa sind die wichtigsten Wachstumsm�rkte im Messegesch�ft. Unternehmen dieser L�nder stellen auch die Mehrheit ausl�ndischer Aussteller auf deutschen Messen.

 

Wegen des Zustroms ausl�ndischer Aussteller konnte sich Deutschland weiter als bedeutendster Messestandort Europas behaupten. “Die St�rken deutscher Messen sind internationales Renommee, Mut zu Innovationen und ein gutes Marketing”, sagte Kresse. Zu den Besuchermagneten geh�rten die Internationale Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt, die Cebit in Hannover und die Gr�ne Woche in Berlin.

 

Allerdings hat sich der Trend zu k�rzeren Messezeiten verst�rkt. Die durchschnittliche Messedauer betr�gt heute vier bis f�nf Tage. Das sind rund zwei Tage weniger, als es noch in den 90-er Jahren waren.  (amo)

 

Von: Die Welt