Donnerstag, 08. April 04

Tulpenkampagne des Chef-Messeplaners

{mosimage}Zur Tulpenkampagne des Chef-Messeplaners Ulrich Bauer: Wer wie Bauer unter Bezug auf die Filderböden feststellt “Der Boden scheint so gut zu sein, dass dort auch Tulpen wachsen”, der sollte schleunigst zurück auf die Schulbank und für das Einmaleins der Heimatkunde nachsitzen müssen, anstatt weiterhin auf Steuerzahler-Kosten die Lebensgrundlagen von Mensch und Natur auf den Fildern zerstören zu dürfen. Nach dieser Lektion wüsste er dann um die besondere Fruchtbarkeit von Schwarzjura-Böden ebenso wie um die Tatsache, dass Tulpen auch auf armen Weinbergböden gedeihen und gar keinen sonderlich fruchtbaren Boden benötigen. Noch schlimmer als das zum wiederholten Male) dokumentierte Unwissen aber ist die Tatsache, dass Bauers �u�erung belegt, dass er sich in der seit Jahren im Messe-Streit geführten Standortdiskussion offensichtlich bis heute noch immer nicht mit den inhaltlichen Argumenten der Landwirte auseinandergesetzt hat, die nicht zufällig genau auf diesen fruchtbaren Böden Pflanzen anbauen und deren Enteignung er billigend in Kauf nimmt. Schade nur, dass aufgrund der zunehmenden Naturentfremdung unserer Entscheidungsträger solch unqualifizierte �u�erungen in ihrer Peinlichkeit viel zu wenig wahrgenommen werden. Dass nun Tulpen die fehlenden Sympathie- Punkte für die ungeliebte Fildermesse einbringen sollen, passt ins Bild: Statt die Argumente der Betroffenen ernst zu nehmen, werden Blumen unters Volk gestreut. Wie auch die seitens der Messebefürworter verteilten Farbdruck-Broschüren sind das zwar bunte, in der Sache aber wenig überzeugende Argumente für ein neues und vom Steuerzahler über Generationen hinweg zu subventionierendes Millionengrab.

 

(Kommentar von Dr. Stefan Rösler, NABU)

Von: Dr. Stefan Rösler

 

50 Jahre und kein bisschen leiser!