Freitag, 15. Oktober 04

STZ: "Keine Chinooks - Aufatmen auf den Fildern"


Quelle: Stuttgarter Zeitung, 21.10.04

 

US-Kongress verweigert vorl�ufig die Mittel f�r Verlegung der Hubschrauber-Flotte nach Echterdingen

 

Filderstadt - Auf den Fildern herrscht gro�e Erleichterung. Aus der angek�ndigten Verlegung der amerikanischen Hubschrauberstaffel auf den amerikanischen Teil des Echterdinger Flughafens wird vorl�ufig nichts.

 

“Ehrlicherweise muss ich sagen, dass es nicht an unseren Protesten gelegen hat”, sagt Peter B�mlein, der Oberb�rgermeister von Filderstadt (Kreis Esslingen). Dass er gestern dennoch “ausgesprochen froh” war, liegt an einem Brief des Verbindungsoffiziers der amerikanischen Streitkr�fte in Baden-W�rttemberg, Stephen T. Cochrane. Darin teilt dieser mit, dass aus der seit l�ngerem geplanten Stationierung des 160. Special Operations Aviation Regiments (SOAR) aus England auf den milit�rischen Teil des Echterdinger Flughafens zumindest vorl�ufig nichts werde.

Zwar sei die Stationierung zun�chst genehmigt gewesen, der amerikanische Kongress habe aber im milit�rischen Bauhaushalt f�r das laufende Jahr das daf�r notwendige Geld nicht freigegeben. Und auch der k�rzlich vom Kongress in Washington verabschiedete milit�rische Bauhaushalt “enth�lt keine Gelder f�r dieses Stationierungsbauprojekt”. Der Grund daf�r sei, dass momentan das globale US-Stationierungskonzept im Auftrag des Pr�sidenten George W. Bush �berarbeitet werde. Somit sei die Stationierung der 140 Soldaten und der f�nf Milit�rhubschrauber des Typs Boing MH-47G Chinook “um mindestens ein weiteres Jahr verschoben”.

 

Doch Cochrane geht noch weiter: “Wir gehen davon aus, dass sich die zu erwartenden Entscheidungen, die aus der �berarbeitung des US-Stationierungskonzepts resultieren, �ber die kommenden Jahre verteilen.” Die Abwicklung dieser Entscheidungen werde wohl die n�chsten zehn Jahre dauern: “Daher k�nnen wir zum heutigen Zeitpunkt keine konkrete Aussage treffen, ob und wann die Gelder f�r die Stationierung der 160. SOAR freigegeben werden.” Auf den Fildern hat das Schreiben eine gro�e Erleichterung ausgel�st. Auch die beiden Oberb�rgermeister Herbert R�sch (Ostfildern) und Roland Klenk (Leinfelden-Echterdingen) zeigten sich zufrieden �ber die neue und unerwartete Entwicklung. Als die Stationierungspl�ne im Sommer 2003 bekannt geworden waren, hatte sich ein heftiger Widerstand bei den St�dten und Gemeinden auf den Fildern geregt, weil man von den 30 Millionen Dollar teuren und bis zu 55 Personen fassenden Gro�hubschraubern, die auch im Tiefflug eingesetzt werden, eine zus�tzliche L�rmbel�stigung f�r die ohnehin l�rmgeplagte Filderbev�lkerung bef�rchtete.

Von: Stuttgarter Zeitung

 

50 Jahre und kein bisschen leiser!