Schutzgemeinschaft Filder - Sonntag, 16. Dezember 2018
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Mittwoch, 26. Oktober 05

Stellungnahme zur Absage des Krautwiegens beim diesjährigen Krautfest

Die Schutzgemeinschaft Filder begrüßt es, dass beim traditionellen Krautfest in Leinfelden-Echterdingen nicht, wie von den Veranstaltern geplant, der Flughafenchef Georg Fundel und der Messechef Ulrich Kromer gegen Spitzkraut aufgewogen wurden. Die vielen erleichterten Stellungnahmen aus der Bevölkerung, am Schutzgemeinschafts-Informationsstand auf dem Krautfest, bestätigen, wie viele Bürgerinnen und Bürger aus Leinfelden-Echterdingen darüber empört waren, dass gerade die zwei Herren, die diesem einzigartigen Boden mit ihren Bauwerken am allermeisten zusetzen und damit dem Kraut seine Lebensgrundlage entziehen, “geehrt” werden sollten.

 

Schade fanden es die Filderschützer, dass das Krautaufwiegen ganz abgesagt wurde. Gleichzeitig lehen sie es ab, dass versucht wird, den “Schwarzen Peter” für die Absage der SG-Filder in die Schuhe zu schieben. Die SG-Filder hat frühzeitig auf die Empörung in der Bevölkerung hingewiesen und alternative Vorschläge gemacht, wer auf dem Kraufest in den Mittelpunkt gestellt werden könnte: diejenigen, die sich z.B. in den vergangenen Jahren besonders um die Filder und das Filderkraut verdient gemacht haben, etwa der Kreisobmann der Landwirte, Walter Vohl, oder Pfarrer Becker von der evangelischen Kirche in Echterdingen.

 

Dass der Vorsitzende des Vereinsringes, Eberhard Gerster, sowie OB Klenk, mit Blick auf die zu erwartenden Proteste (die, wie immer, sicher mit fried- lichen Mitteln abgelaufen wären) den “Filderschützern” vorwerfen, “das Kraufest für politische Zwecke zu missbrauchen”, ist absurd. Gabi Visintin: “Den Anlaß für die Empörung haben die Veranstalter selbst geschaffen, die ohne Fingerspitzengefühl und dafür mit umsomehr Vehemenz mit der Einladung an Messe und Flughafen ein politisches Zeichen setzen wollten”. Und Steffen Siegel, der Vorsitzende der SG-Filder ergänzt: “stellen wir das Ganze doch wieder vom Kopf auf die Füße; die Empörung entstand, weil die Veranstalter den ursprünglichen Zweck des Kraufestes offenbar völlig aus den Augen verloren haben.”

 

Die Schutzgemeinschaft Filder, die die Empörung vieler Bürger, beim Be- kanntwerden des Vorhabens in ihrer Presseerklärung, Mitte voriger Woche, aufgegriffen hatte, erklört: Das Kraufest sollte sich nicht zu einer Inhalts-leeren, “touristischen” Ess- und Trinkattraktion entwickeln, sondern auch sein Symbol, das Spitzkraut, als einzigartige Frucht der Fildererde hoch halten und die Felder, auf denen es wächst, bewahren helfen.

 

 

Von: Gabi Visintin