Sonntag, 20. November 11

S21 Podiumsdiskussion zum Ausstieg aus dem Milliardenprojekt

S 21 steigert den Energieverbrauch und bringt für den S-Bahnverkehr Verschlechterungen

Die Pro & Contraveranstaltung mit Hilde Cost (Pro) und Brigitte Dahlbender (Contra S 21) unter der Leitung von Matthias Gastel (Grüne) war mit 200 Besuchern gut besucht und brachte einiges Interessantes zu Tage. Brigitte Dahlbender sagte z.B. „Das Kopfbahnhof-Konzept hat die gleichen Ziele wie S 21, nur dass wir diese Ziele schneller und optimaler erreichen.“ Bei S 21 ist allein der Energieverbrauch enorm: „Im Raum Stuttgart steigt er aufgrund der Bergfahrt (Filder) gigantisch an.“ Das Argument von H. Cost, dass kein Geld und kein Plan für K 21 vorhanden seien und es deshalb viele Jahre dauern würde, bis eine Alternative umsetzbar sei, ließ B. Dahlbender nicht gelten: „Für die Modernisierung des Bahnhofs und der Gleise braucht man kein Planfeststellungverfahren. Es stimmt einfach nicht, dass es lange dauert“, betonte die BUND-Vorsitzende und ergänzte: „Alles was die Bahn derzeit im Gleisvorfeld baut, braucht sie sowieso.“ Das Argument der IHK-Geschäftsführerin im Rahmen der Diskussion, wie viel das S-21-Projekt wohl kosten werde (wirklich 4,5 Mrd. oder eher 6 oder mehr Milliarden?), dass die Unternehmen, die inzwischen den Zuschlag erhielten, die Risiken selbst tragen müssten, wurde von manchen Zuhörern mit Kopfschütteln aufgenommen. Auch das Argument der IHK-Vertreterin, dass die Stadt ja bestimmen könne, was auf dem Gleisvorfeld gebaut wird, wurde von B. Dahlbender gekontert: „Ein Quadratmeterpreis von 2000 Euro auf dem Gleisvorfeld befördert nicht gerade einen lockeren Bauplan, sondern eben Einkaufstürme und anderes.“ (Zur S-Bahnthematik ohne Notfallkonzept steht seit dieser Woche ein Flyer auf www.kopfbahnhof-21.de zur Verfügung). Deshalb: Zur Volksabstimmung am 27.11. gehenund mit Ja zum S-21-Ausstieg stimmen!

Von: Gabi Visintin

 

47 Jahre und kein bisschen leiser!